Angebot - Traditionelle Europäische Medizin (TEM)
TEM -Traditionelle Europäische Medizin
Wie die TCM in China und Ayurveda in Indien hat auch Europa über viele Jahrhunderte eine traditionelle Heilkunde entwickelt, die sich ganzheitlich denkend mit der Vorbeugung und der Heilung von Krankheiten befasst. Die Ursprünge der TEM finden sich einerseits bei den großen Gelehrten der Antike und andrerseits bei unseren keltisch-germanischen Vorfahren.
Große Bedeutung hatten die Schriften des Galenus von Pergamon, der die Säftelehre und die damit verbundenen Konstitutionstypen als Basistheorie für die TEM festlegte.
Daraus entwickelte sich die "Klostermedizin", die viele Jahrhunderte lang die griechisch-römisch-ägyptische Tradition des Heilens fortführte.
Parallel dazu hat sich Wissen der Kelten und Germanen durch mündliche Überlieferungen über die Generationen erhalten. Trotz der unterschiedlichen Traditionen, Philosophien und Glaubenssystem haben sich beide Konzepte im Laufe der Zeit vermischt und wurden zu der Naturheilkunde wie wir sie heute kennen.
Besonders die Kräuterpfarrer, wie der Schweizer Künzle, der Deutsche Kneipp und der Österreicher Weidinger, haben viel zur Popularität dieser modernen Naturheilkunde beigetragen und viele Menschen schätzen heute die sanfte und zuverlässige Wirkung der Traditionellen Europäischen Medizin.
Wir führen für Sie Präparate aus folgenden Bereichen der TEM:
Phytotherapie
Die Anwendung von Pflanzen zu Heilzwecken ist eine der ältesten Therapieformen. Über Jahrtausende hinweg waren sie nahezu die einzigen Heilmittel, die zur Verfügung standen. Das harmonische Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe macht Heilkräuter zu zuverlässigen Helfern bei verschiedensten Erkrankungen, wie Magen-Darmbeschwerden und Erkältungskrankheiten.Inzwischen sind die Wirkstoffgemische vieler Pflanzen wissenschaftlich erforscht und haben so ihren festen, unumstrittenen Platz in der Schulmedizin und Komplementärmedizin gefunden. Dennoch beruht viel Wissen um die Wirkung von Heilkräutern nur auf den Erfahrungen von Klöstern und Kräuterkundigen aus den letzten Jahrhunderten.
Für die innerliche Anwendung eignen sich Tees aus einzelnen Heilpflanzen oder aus Kräutergemischen, Tinkturen, Weine, Sirupe oder Frischpflanzensäfte. Äußerlich können Kräuterauszüge für Umschläge und Wickel, als Einreibungen, als Badezusätze, für Inhalationen oder für Salben verwendet werden.
Wir führen für Sie Teedrogen und Pflanzenextrakte in höchster Qualität und beraten Sie auch gerne über die sachgerechte Verwendung der einzelnen Heilpflanzen!
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Gemmotherapie
In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte der belgische Arzt Dr. Pol Henry diese besondere Form der Phytotherapie.Die Gemmotherapie (von lat. Gemma: Knospe) ist eine Methode, bei der Heilmittel aus besonders teilungsaktiven Zellverbänden frischer Pflanzen eingesetzt werden, wie Knospen, Wurzelspitzen und junge Triebe.
Embryonales Gewebe hat ein enormes Teilungs- und Wachstumspotential, aber auch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für Fehlteilungen. Der Pflanzenorganismus schützt sich davor durch Phytoproteine, die bestimmte Reparaturenzyme aktivieren. Diese heilenden Eigenschaften werden auch für die Aktivierung der Selbstheilkräfte im menschlichen Organismus verwendet.
Bei einer Krankheit werden die α-, β- und γ - Globuline des Blutes in charakteristischer Weise verändert und können durch die gezielte Auswahl des entsprechenden Glycerinmazerates wieder harmonisiert werden, indem die Eiweiße der Pflanzen mit den Proteinen des Immunsystems kommunizieren und so einen Heilimpuls setzen.
Es werden bei einer Therapie nur jene Pflanzen gemischt, die auch in der Natur zusammen in einem Biotop vorkommen.
Für einen optimalen Therapieerfolg kann eine Kombination mit Mineralstoffen (z.B. Schüßler Salzen, Oligo- oder Lithotherapie) sinnvoll sein. Besonders geeignet ist diese Therapieform für Kinder, da die embryonalen Pflanzenstrukturen jenen des kindlichen Organismus sehr ähnlich sind.
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Lithotherapie
Die Steinheilkunde blickt auf eine sehr lange Tradition in der Geschichte der Medizin zurück. Bereits Griechen und Römer verwendeten verschiedene Gesteine in pulverisierter Form zur Behandlung von Krankheiten.Hildegard von Bingen, Paracelsus, Samuel Hahnemann und Rudolf Steiner beschäftigten sich intensiv mit den Heilkräften von Mineralien und Edelsteinen, genauso wie die traditionellen Medizinlehren im Orient, Indien und China die sich von jeher mit dieser besonderen Therapieform befasst haben.
Durch die Lösung von Gesteinen werden in der Lithotherapie Mineralstoffe in ihrem natürlichen Umfeld mit anderen Elementen angeboten. Dadurch wird eine äußerst breite und komplexe Wirkung auf das körperlich-seelische Gefüge erreicht und das Gleichgewicht der Spurenelemente im Körper wieder hergestellt. Blockierte Enzymketten werden wieder freigesetzt, wodurch die Biokatalysatoren wieder verfügbar und Heilreaktion wieder möglich werden.
In Kombination mit der Gemmotherapie hat sich die Lithotherapie besonders bei der unterstützenden Behandlung von chronischen Krankheiten bewährt.
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Oligotherapie
Diese Art der Therapie geht auf den französischen Arzt J. Menetrier zurück. Dabei werden kleinste Mengen von Spurenelementen in Form von pflanzlichen Salzen verabreicht, die dem Körper helfen, gestörte Stoffwechselfunktionen wieder zu normalisieren. Die Oligotherapie behebt keinen Mangel an Spurenelementen, sondern versetzt den Körper in die Lage, das zugeführte Element besser aufzunehmen oder aus seinen vorhandenen Beständen besser zu verwerten.Einsatzgebiet für die Oligotherapie sind Krankheitserscheinungen die auf eine ungenügende Stoffwechselaktivität hinweisen, wie rheumatische Beschwerden, chronische Infektionen oder Stoffwechselerkrankungen.
Die Oligotherapie ist mit allen anderen Maßnahmen der Schul -und Komplementärmedizin kombinierbar.
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Aromatherapie
Rene-Maurice Gattefosse prägte als erster den Begriff Aromatherapie, bei der ätherische Öle zur Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Jean Valnet, Marguerite Maury und Robert Tisserand gelten als die bedeutendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der modernen Aromatherapie, die ihre eigentlichen Ursprünge schon im Altertum hat.Ätherische Öle werden aus verschiedenen Pflanzenteilen durch Destillation, Pressung oder chemische Extraktion gewonnen.
Sie wirken durch ihren Geruch direkt auf das limbische System im Stammhirn und haben so einen positiven Effekt auf den seelisch-emotionalen Zustand. Daneben besitzen viele ätherische Öle durch ihre chemische Zusammensetzung antiseptische, antivirale, antiparasitäre und fungizide Wirkung und können so zur Behandlung von Krankheiten verwendet werden.
Anwendungsmöglichkeiten von ätherischen Ölen
Duftlampe: 2- 10 Tropfen ätherisches Öl (je nach Raumgröße) in Wasser
Öle 5- 20 Tropfen ätherische Öle in 100 ml Öl (vorzugsweise Mandel-, Weizenkeim- oder Jojobaöl).
Für Massageöle: Orange, Lavendel, Lemongrass, Rosmarin, Bergamotte, Zitrone, Eisenkraut, Kiefer, Wacholder, Rose
Für Körperöle Orange, Bergamotte, Sandelholz, Zeder, Rose, Kamille, Geranie, Jasmin
Für Gesichtsöle: Lavendel, Jasmin, Kamille, Orange, Rose
Badezusatz: 10-15 Tropfen ätherische Öle mit 3-4 Esslöffel Honig, Obers oder neutraler Seifengrundlage mischen.
Entspannend: Mandarine, Sandelholz, Rose, Jasmin, Lavendel
Erfrischend: Lemongrass, Eisenkraut, Bergamotte, Rosmarin, Zitrone, Wacholder, Myrte
Saunaaufguss: 5-10 Tropfen ätherische Öle in das Aufgusswasser. Da ätherische Öle entflammbar sind, nie unverdünnt auf die Steine tropfen! z. B. Eukalyptus, Latschenkiefer, Zitrone, Wacholder
Gesichtsmaske: 1 gehäufter Esslöffel Heilerde mit 2 Esslöffel Thermal- oder Quellwasser verrühren und mit 2 Tropfen Lavendel oder Rosenöl vermischen. Bei Akne 2 Tropfen Teebaum- oder Niauliöl. 15-20 Minuten einwirken lassen.
Inhalationen: max. 5 Tropfen ätherische Öle in heißes Wasser geben und 10 Minuten inhalieren. Anschließend 2 Stunden ruhen! Nicht für Kinder geeignet.
Bei Erkältungen: Eukalyptus, Zitrone, Thymian
Zur Hautpflege: Kamille, Rose, Lavendel Zitrone
Trockene Inhalationen: 5 Tropfen ätherische Öle auf ein Taschentuch tropfen und inhalieren. Besonders gut geeignet für unterwegs oder nachts unter dem Kopfkissen!
Bei Schlafstörungen: Lavendel
Zur Konzentrationsförderung: Eukalyptus, Zitrone, Pfefferminze, Rosmarin
Bei Erkältungen: Eukalyptus, Latschenkiefer, Fichte, Thymian
Bei Übelkeit und Schwindelgefühl: Pfefferminze, Rosmarin
Besondere Vorsicht gilt bei der Anwendung von ätherischen Ölen an Schwangeren, Stillenden und Kindern!