Kaum haben Schule oder Kindergarten wieder begonnen, macht sich eine wohlbekannte Plage breit: Kopfläuse haben jetzt Hochsaison. Die meisten Kinder werden irgendwann in ihrer Kindergarten- oder Schulzeit von Läusen befallen. Wichtig dabei ist, schnell zu handeln und nach der Entfernung einem Neubefall nachhaltig vorzubeugen.

Kopfläuse schnell erkennen
Durch frühzeitiges Erkennen kann eine weitere Verbreitung des Kopflausbefalls effektiv verhindert werden. Daher sollten Sie, sobald Sie von einem Fall im Umkreis Ihres Kindes erfahren, sofort prüfen, ob sich die Blutsauger auch bei Ihrem Sprössling versteckt haben. Beim Durchsehen der Haare sollten Sie besonders auf die Stellen hinter den Ohren, im Nacken und an den Schläfen achten – dort findet die Laus die beste Temperatur für die Entwicklung ihrer Eier. Oft jedoch werden Kopfläuse mit bloßem Auge übersehen. Deshalb sollten Sie unbedingt mit einem Läusekamm arbeiten. Das geht so: Feuchten Sie das Haar an und tragen Sie, wenn möglich, eine Pflegespülung auf, die das Durchkämmen erleichtert. Kämmen Sie dann das Haar mit dem Läusekamm (erhältlich in Ihrer Apotheke) in langen Strichen vom Ansatz bis zur Spitze. Streifen Sie den Kamm nach jedem Strich auf einem Stück Küchenpapier ab, um prüfen zu können, ob Läuse, Larven oder Eier daran kleben. Wenn Sie eines davon finden, liegt eindeutig ein Kopflausbefall vor, der behandelt werden muss. Achtung: Verlieren Sie keine Zeit! Kopfläuse vermehren sich sehr schnell.

Effektive Behandlung von Kopfläusen
Zur Behandlung von Läusen muss ein geeignetes Mittel verwendet werden, das Sie in Ihrer Apotheke erhalten. Gehen Sie streng nach Gebrauchsanweisung vor, damit das Mittel seine Wirkung optimal entfalten kann. Wichtig ist außerdem, die Behandlung nach acht bis zehn Tagen nochmals zu wiederholen und nach der Anwendung regelmäßig das Haar zu überprüfen, um einen erneuten Befall auszuschließen. Zusätzlich kann in der Zeit der Behandlung der Betroffene und die gesamte Familie das Apotheke in der Wiesen – Laus-Schutz-Shampoo verwenden. Achtung: Wenn Babys oder Kleinkinder von Kopfläusen befallen sind, sollten Sie nicht zögern, einen Arzt zu konsultieren – nicht jedes Mittel ist für Kleinkinder geeignet.

Neubefall verhindern
Um zu verhindern, dass sich die Parasiten erneut ansiedeln, müssen unter anderem auch Kleidungsstücke, Kuscheltiere und Polster behandelt werden – alles, was möglicherweise mit den Läusen in Kontakt gekommen sein könnte. Diese Gegenstände werden bei mindestens 60 Grad gewaschen, um die Kopfläuse zu vernichten. Nicht waschbare Dinge können stattdessen im Tiefkühlfach eingefroren werden: Bei -18 Grad Celsius sind in der Regel nach zwei Tagen alle Läuse abgetötet. So kann auch das liebste Kuscheltier lausfrei gemacht werden!